Rehfutter: Wann und was Sie füttern sollten

Für eine ausgeglichene Rehernährung ist das Wissen um den Bedarf des Wildes entscheidend. Der Nähr- und Mineralstoffbedarf in der Äsungsergänzung orientiert sich auch an der Stoffwechselaktivität im Jahresverlauf.

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© Garant

Checkliste Rehfutter:

  • Achten Sie auf Qualität beim Rehfutter
  • Passendes Futter in der Feistzeit sorgt für ausreichende Fettreserven für den Winter
  • Rohfaser im Futter beugt einer Pansenübersäuerung vor
  • Den Standort der Fütterung sorgfältig auswählen

Aufbau von Fettreserven in der Feistzeit

Große Bedeutung für den Energiehaushalt des Rehwildes im Winter hat die Bildung von Fettreserven in den Herbstmonaten (Feistzeit). Während dieser Zeit wird die mit der Äsung im Überschuss aufgenommene Energie verstärkt im Fettgewebe gespeichert. Daher ist eine rechtzeitige Versorgung des Rehwildes mit Wildfutter bereits ab September besonders wichtig.

Der Auf- und Abbau des Fettdepots wird hormonell gesteuert. Der Umfang ist in erster Linie von der Höhe und Qualität des Wildfutter- und Äsungsangebotes sowie der energetischen Bilanz und dem Gesundheitszustand der Tiere während der Aufbauphase abhängig. Anfang Dezember sollte bei adulten Tieren etwa 350 g Nierenfeistmenge und beim Kitz etwa 150 g erreicht werden. Innerartlicher Stress in der Umgebung von Fütterungen und Fütterungsfehler (etwa chronische Pansenübersäuerung) sind mögliche Gründe dafür, dass die Feistreserven oft nicht in diesem Umfang erreicht werden.
 
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J. Bischof (2016). Rehfütterung und Äsungsergängzung. Leopold Stocker Verlag, Graz © J. Bischof

Hoher Energie-Grundumsatz bei Rehen

In Untersuchungen zum Energiebedarf des Rehwildes wurde nachgewiesen, dass Rehe einen 90-tägigen Winter mit normalen Gewichtsverlusten von 20 – 25 % bei karger Nahrungsversorgung nur mit Fettreserven von 1.000 g überleben können, sofern die Äsung mindestens 4 kcal/g enthält und die Energie zu 60 % verdaut werden kann.

Das ist auch als Hinweis zu werten, dass Rehen mit einer alleinigen Notfütterung von Jänner bis März nicht viel geholfen werden kann, sondern dass eine allfällige „Hilfe“ bereits im Herbst kommen muss.
 
 

Standort beachten

Rehwild sollte rund um die Uhr Zugang zur Fütterung haben. Für die Wahl des Standortes der Fütterungen sollte man das unbedingt beachten. Bei Schneelage oder Lawinengefahr kann ein abruptes Ende der Fütterung zu extremer Hungersnot führen, da die Tiere zum einen an eine hohe Energie- und Eiweißdichte im Futter gewohnt sind und möglicherweise in diesen Revierteilen nicht ausreichend Naturäsung vorfinden.

Äsungsergänzung

Leicht verdauliche und energiereiche Teile von Gräsern, Kräutern, Blüten, Blättern, Knospen und Trieben mit einem niedrigen Rohfasergehalt und reich an gelösten Zellwandstoffen werden von Konzentratselektierern bevorzugt.

Bei der Äsungsergänzung gilt es dennoch zu beachten, dass das Reh als Wiederkäuer faserreiche Komponenten benötigt, um den physiologischen Anforderungen gerecht zu werden. Fehlt strukturwirksame Rohfaser in der aufgenommen Äsung oder sind zu wenig, ruhige Einstände im Revier, wird weniger wiedergekaut. Dadurch wird weniger Speichel produziert und das Risiko einer Pansenübersäuerung steigt.

Die Vorlage von Müslis mit gequetschtem oder geflocktem Getreide und beigemengten, kurz gehäckseltem Luzerneheu schafft eine ausgewogene Kombination von schnell und langsam abbaubaren Komponenten in der Äsungsergänzung und ist daher für das Rehwild optimal. Dadurch werden zu große Schwankungen des pH-Werts im Pansen vermieden und ein wichtiger Beitrag für vitalere Tiere geleistet.

Rehfutter-Empfehlung:

Für das Rehwild heißt das:

  • 16. September bis 15. November: Trophy Rehwild Aufbau oder Trophy Vollkornmüsli
  • 16. November bis 30. Jänner: Trophy Trophäe
  • 1. Februar bis 30. März: Trophy Rehwild Erhaltung oder Weidmannsheil Wildfutter oder Trophy Vollkornmüsli.

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Mehr Fachinformationen zur Rehfutter-Auswahl finden Sie auf der Homepage von Trophy Wildfutter.

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